Als Rechtsanwalt bekomme ich täglich viele Fragen zum Versicherungsrecht gestellt. Es geht dabei um Unfall, die Krankheiten und Berufsunfähigkeit, kurz BU. Zum Berufsunfähigkeitsrecht gebe ich Ihnen wichtige Informationen, die Sie kennen sollten.

Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht

Melden Sie sich schnell bei mir, wenn Ihre Versicherung nicht zahlt, um vor allem Fristen nicht zu verletzen. Eine Ablehnung ist wegen vieler Einzelpunkte genau zu überprüfen. Geben Sie mir bitte Ihre Arztberichte und die Korrespondenz mit der BU-Versicherung.

Ich bin als Rechtsanwalt Ihr richtiger Ansprechpartner, um Ihren Anspruch auf eine Rente wegen Berufsunfähigkeit geltend zu machen. Dieser basiert auf folgenden Punkten:

Wann bin ich berufsunfähig?

Berufsunfähig ist, wer zu mehr als 50% voraussichtlich auf Dauer seinen Beruf nicht mehr ausübt. Was bedeutet das? Da es sich um einen privaten Vertrag handelt, kommt es darauf an, was die Vertragspartner vereinbaren. Dieses steht in den Vertragsbedingungen und Tarifbedingungen.

Burnout, Depression und Mobbing können zur Berufsunfähigkeit führen

Grundlage für die Berufsunfähigkeit ist eine Krankheit oder Kräfteverfall, weshalb der Beruf nicht mehr ausgeübt wird. Es kommen körperliche wie geistige Erkrankungen in Frage. Immer stärker führen psychische Erkrankungen zur BU wie Burnout, Depression oder Mobbing und Überforderung bei der Arbeit. Zur Berufsunfähigkeit führen Rückenprobleme und Knieprobleme aufgrund körperlich anstrengender Arbeit.

Corona COVID-19 & Berufsunfähigkeit

Es zeigt sich, daß die meisten Infizierten mit dem Coronavirus COVID-19 gesund werden. Bei manchen treten dauerhafte Folgen auf wie ein verringertes Lungenvolumen, wo leichte Bewegungen so belastend sind wie Leistungssport. Es läßt sich bei Corona COVID-19 beobachten, daß nach schweren Verläufen chronische Schäden des Lungengewebes und an Gehirn und Nervenzellen verbleiben. Hier stellt sich die Frage der Berufsunfähigkeit immer mehr.

Was gilt: Ausgeübter oder erlernter Beruf bei Berufsunfähigkeit?

Das kommt darauf an, was Sie mit der Versicherung bei BU vereinbart haben. Um welchen Beruf es geht, ist in den Tarifbedingungen vereinbart. Beruf ist entweder der zuletzt ausgeübte oder der erlernte Beruf. Dieses ist ein wichtiger Unterschied, weil die Versicherung nicht zahlt, wenn sie den Versicherungsnehmer auf einen ähnlichen Beruf verweisen kann. In den Versicherungsbedingungen heißt das „abstrakte Verweisung”.

Eine Berufsunfähigkeit ist voraussichtlich auf Dauer

Die Berufsunfähigkeit muß voraussichtlich auf Dauer bestehen. Dieses ist dann der Fall, wenn der Versicherte seinen Beruf für sechs Monate oder länger nicht ausübt. Es kommt entgegen des gesetzlichen Sozialrechts nicht darauf an, wieviele Stunden gearbeitet wird. Ein 450 Euro-Job führt bei Berufsunfähigkeit zur Zahlung der BU-Versicherung. Wer in seinem Beruf krankheitsbedingt halbtags arbeitet, erhält unter Umständen eine BU-Rente.

Wie lange zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei einem privaten Vertrag geht es darum, was vereinbart ist. Hierzu gehört neben anderem die Versicherungsdauer. Die meisten wählen als Leistungsdauer der Berufsunfähigkeit das individuelle Rentenalter. Dieses ist nicht verpflichtend. Für den Fall einer zwar langandauernden, endlichen Krankheit gibt es ein besonderes Versicherungsmodell. Während dieser Krankheitszeit zahlt die BU-Versicherung die Berufsunfähigkeitsrente.

Kann mich die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen?

Der Abschluß einer privaten Versicherung ist nicht einfach. Dieses betrifft alle Verträge hinsichtlich Krankheit und Unfall und Berufsunfähigkeit. Die Antworten auf die gestellten Gesundheitsfragen entscheiden, ob die Versicherung den Vertrag schließt oder ablehnt. Vor allem Vorerkrankungen wie Rückenschmerzen und Psychotherapie sind komplett anzugeben. Es spielt keine Rolle, ob Krankheiten ausgeheilt sind. Ich empfehle Ihnen dringend, sorgfältig zu sein. Lassen Sie sich von mir beraten! Wer Gesundheitsfragen falsch beantwortet, riskiert später die Kündigung und Anfechtung des Vertrages wegen Betruges.

Vorvertragliche Anzeigepflicht

Problem ist die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung. Diese ist in § 19 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt. Die Krankenversicherung ist berechtigt, den Vertrag bei einem Betrug und einer arglistigen Täuschung außerordentlich zu kündigen. Mit Beendigung des Vertrages durch Betrug und arglistiger Täuschung endet die Leistungspflicht für die Versicherung. Melden Sie sich dringend bei mir.


Rechtsanwalt Andreas Maria Wucherpfennig

Ihr Ansprechpartner bei Fragen zur BU im Berufsunfähigkeitsrecht - bundesweit.